Der Naturraum

Tiere und Pflanzen im Buchenwald

Würde der Mensch nicht in die mitteleuropäische Natur eingreifen, würde fast ganz Deutschland von dunklen Buchenmischwäldern bedeckt sein. Schon die römischen Legionen des Varus mussten in der Schlacht am Teutoburger Wald feststellen, was für ein Hindernis urwüchsige Buchenwälder darstellen.

Unsere Buche ist ein sommergrüner Laubbaum, der wegen seines weißlichen Holzes mit rötlichem Einschlag auch Rotbuche genannt wird. Seine beherrschende Stellung in Mitteleuropa und vor allem Deutschland hat sich dieser Baum nach dem Ende der letzten Eiszeit erobert. Aus einigen vom Inlandeis geschützten Randlagen hat die Buche die kahlen Flächen besiedelt, die das Eis nach seinem Rückzug hinterlassen hat.

Die Buche liebt ein gemäßigtes, kühles Klima und verträgt Schatten. Sie wächst auf vielen Böden (felsig, sandig) und verkraftet auch Schwankungen im Temperaturgang sowie Niederschlag.
Da sie eine enorme Wuchsleistung zeigt und schnell ein schattenspendendes Laubdach bildet, verdrängt sie dadurch automatisch andere Baumarten. Somit bildet sie recht häufig geschlossene Bestände, die aber nicht artenarm sein müssen.
Durch unsere intensive Bewirtschaftung der Wälder und Forste haben wir vergessen, dass Altbäume und Totholz zum normalen Zyklus des Lebens gehören. Solche umgestürzten Baumriesen bilden Lebensraum für viele kleine Pflanzen, Pilze, Moose und vor allem höhlenbrütende Tiere.

Rothirsche, Schreiadler, Seeadler, Kraniche, Schwarz- oder Waldstörche

Geologisches